Der Standort des Gewerbehofs befindet sich in Schönwalde, im Norden von Berlin , Landkreis Barnim, in der Amtsgemeinde Wandlitz, ca. 4 km von der Stadtgrenze zu Berlin - Pankow entfernt.

Zur Historie: der Standort war früher eine Holzfabrik mit Sägewerk, die hier an diesem Standort im Jahre 1926 durch Otto Liebenhagen, als Fabrik zur Herstellung von Backschiebern und Bäckereigeräten aus Holz gegründet wurde. Die ursprüngliche unternehmerische Tradition des Holzhandwerks begann aber schon im Jahre 1810 durch Gustav Liebenhagen, ebenfalls in Schönwalde, allerdings in der Hauptstraße 80 (Früher Dorfstr. 63). Heute befindet sich dort der Werkstatthof Schönwalde. Ab 1958 waren ca. 80 Mitarbeiter in der Gebrüder Liebenhagen KG beschäftigt. Zum Produktionsprogramm zählten neben den Bäckereigeräten auch Küchenmöbel, Ladeneinrichtungen und Schnittholz.

1972 wurde das Unternehmen mit ca. 160 Mitarbeitern enteignet , erst zum VEB Großküchenbau umgewandelt und später  wurde daraus ein Betriebsteil des VEB Klosterfelder Küchen Werkes. Hergestellt wurden Großkücheneinrichtungen. Ab 1981 erfolgte Produktionsumstellung auf Profilleisten aus Holz und die Fertigung von ummantelten Möbelprofilen aus Holzwerkstoffen. Abnehmer war die gesamte Möbelindustrie der ehemaligen DDR. Unter der Firmierung VEB Profilleistenwerk Schönwalde wurden hier viele Bauteile für die damals sehr begehrten Schrankwand-Modelle "Karat" gefertigt.

Im Jahre 1990 wurde das Unternehmen von der Treuhandanstalt Frankfurt Oder an die alte Eigentümerfamilie Liebenhagen wieder verkauft / reprivatisiert. Bis zum Jahre 1997 führte die Familie Liebenhagen das Unternehmen als Schönwalder Profilleisten GmbH mit  bis zu 35 Mitarbeitern weiter. Gefertigt wurden Möbelbauteile und Profilleisten für die Möbelindustrie in Deutschland. Die wirtschaftlich schwierigen Zeiten, verbunden mit starken Auftragseinbrüchen durch das Sterben der Möbelindustrie in der Nachwendezeit und der hohe kapitalintensive Investitionsbedarf in moderne Verarbeitungstechnologie machten eine rentabele Weiterführung des Unternehmens unmöglich.

Der Neustart erfolgte im Jahr 1998, der überwiegende Teil der alten Fabrik wurde abgerissen und es entstand auf einer Fläche von 34.000 m² ein Wohngebiet mit Doppelhäusern an der heutigen Wollspinnerstr. und Leineweberstr. Der ursprüngliche historische Kern der alten Fabrik wurde erhalten, dort befindet sich heute der Gewerbehof Schönwalde. Hier haben sich überwiegend kleine Handwerksbetriebe aus Schönwalde und der Region mit Ihren Werkstätten und Lagerräumen niedergelassen.

Betrieben wird der Gewerbehof von der Familie Liebenhagen unter der Firmierung SIG SCHÖNWALDER Immobilien GmbH.

Ziel ist es die historische Industriearchitektur zu erhalten und mit einer Mischung aus Wohnen und Gewerbe  weiter zukunftsfähig auszubauen.